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Schlüsselkompetenz Konzentration

von Boris Grundl

Konzentration und Achtsamkeit sind die wichtigsten Geisteszustände für bessere Arbeitsergebnisse. Achtsamkeit führt zur Präsenz und lässt Sie die entscheidenden Punkte wahrnehmen und auswählen. Konzentration hilft Ihnen dann bei deren Umsetzung. Konzentration bringt die PS auf die Strasse.

Während es bei der Achtsamkeit um einen geöffneten, aufnehmenden Geisteszustand geht, steht bei der Konzentration das Ausblenden, Reduzieren und Durchdringen im Mittelpunkt.

Einer der zwei entscheidenden Schlüsselkompetenzen für bessere Arbeitsergebnisse ist also die Konzentration. Konzentration heißt, sich bewusst auf eine entscheidende ausgewählte Aufgabe einzulassen. Mit Haut und Haaren. Es wird alles ausgeblendet, was für die Zielerreichung nicht notwendig ist. Konzentration kommt vom lateinischen „concentra“, das bedeutet „zusammen zum Mittelpunkt“ und weist so auf das Bündeln aller verfügbaren Kräfte und Ressourcen auf ein genau definiertes Ziel hin. Wer sich beim Handeln konzentriert, erreicht grundsätzlich mehr als der Zerstreute – selbst wenn dieser mehr Fähigkeiten und Handlungsmöglichkeiten hat. Mit einer geschärften Axt lässt sich ein Baum leichter fällen, als mit mehreren stumpfen Äxten. Ob Sie Lust auf die Aufgabe haben oder nicht ist dabei nicht so wichtig. Das so genannte „Bock haben“ wird überschätzt. Wer gelernt hat Ergebnisse zu lieben, lässt sich nicht von seiner „Lust“ leiten. Diese Menschen haben gelernt: Der Hunger kommt beim Essen.

Ihre momentane Konzentrationsfähigkeit ist zum Einen abhängig vom körperlichen und seelischen Wohlbefinden. Eine ausgewogene Ernährung, genügend Schlaf und eine passende Arbeitsumgebung wirken sich hierbei günstig aus. Damit Sie sich konzentrieren können, müssen Sie zum Anderen genau wissen, WAS Sie wollen und vor allem WARUM. Sie haben sich entschieden. Nur dann werden Sie alle störenden Gedanken ausblenden. Nötig dazu ist die Disziplin und der Wille, sich nicht ablenken zu lassen – und die Entscheidung nicht mehrere Dinge gleichzeitig zu tun.

Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche!

Es geht nicht darum sich auf mehr zu konzentrieren, sondern auf weniger dafür umso Bedeutenderes. Von einer oberflächlichen Quantität hin zu einer tiefgründigen Qualität. Die Auswahl auf was wir uns konzentrieren ist das Entscheidende. Beschäftigen wir uns mit Dingen die wir gerne tun oder mit Dingen die die größten Auswirkungen haben? Je mehr Sie selbstständig Entscheidungen treffen können – also äußeren Einfluss haben - umso größer ist die Wahrscheinlichkeit dass Sie sich verzetteln. Manche denken, mit einer Vielzahl von Baustellen an denen sie sich so richtig austoben können, seien sie erfolgreich. Sie sind vielleicht beschäftigt, aber nicht wirkungsvoll. Jeder weiß, wer sich zu sehr verzettelt verliert an Intensität. Und das ist die größte Gefahr einer Führungskraft. Ich kann es nicht oft genug sagen: Lieber ein Brennglas der Wirksamkeit als eine beschäftigte Gießkanne.

Wenn Sie sich Ihrer inneren Zustände nicht bewusst sind, kann es passieren, dass Ihr unbewusster Perfektionismus das Ruder übernimmt und Sie in die nagende Unzufriedenheit führt. Wie das passiert? Wer in das Muster „ich muss noch das und das und das und das und das machen“ fällt, verliert. Denn, wenn er eins davon nicht ausreichend erledigt, kommt das Gefühl des Scheiterns. Willkommen in der Hölle. Es ist das „und“ welches uns antreibt und unzufrieden macht. Wer dagegen das Muster „das oder das oder das oder das oder das“ anwendet, geht gestärkt aus diesem Tag hervor. Weil er sich auf das Ausgewählte besser konzentrieren kann und die Kraft hat, Einzelnes bis zu Ende zu bringen.

So finden Sie heraus, bei welchen Voraussetzungen Sie sich am besten konzentrieren können.

Die Beantwortung folgender Fragen hilft Ihnen dabei:

  • Welches sind Ihre heutigen Kernthemen?
  • Was sind in diesem Moment Ihre Prioritäten?
  • Warum ist das jetzt besonders wichtig?
  • Wann können Sie sich besonders gut konzentrieren? Bei Stille? Bei Musik? Wenn ja, bei welcher?
  • In welchem Zustand finden Sie Ihre Konzentration? Unter Druck? Frei gewählt?
  • Was sind Ihre „Konzentrationskiller“ und wobei treten diese auf? Es geht nicht darum was generell „richtig“ ist, sondern was für Sie „stimmig“ ist.

Finden Sie Ihren persönlichen Konzentrationsplan und wenden Sie ihn dann konsequent an.

Ihr Boris Grundl

www.grundl-akademie.de


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