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Die KNACK – Punkte des Erfolgs

von Wolfgang Sonnenburg

Napoleon Hill hat in seinem Klassiker Denke nach und werde reich geschrieben, die eigentliche Botschaft stecke zwischen den Zeilen. Tatsächlich leben wir in einer Welt des Sichtbaren und des Unsichtbaren: Team-Spirit und zwischenmenschliche Beziehungen sind keine harte Materie, und doch beeinflussen sie den unternehmerischen Erfolg massiv. Hinter echtem andauernden Erfolg steckt meist anderes als Sie vielleicht denken – und das meine ich wörtlich – und vor allem steckt es auch in Ihnen bzw. in Ihren Mitarbeitern!

In meinem Leben wurde ich bereits recht früh mit der Frage konfrontiert, was Erfolg wirklich ausmacht. Ich habe erfolgreiche Investoren wie etwa Warren Buffet und andere "Erfolgsmenschen" studiert und war immer auf der Suche nach grundsätzlichen, prinzipiellen Schlüsselkriterien, die den nachhaltigen Erfolg im Kern ausmachen.

Was ich dabei herausgefunden habe: Es sind gar nicht so viele Faktoren, die man beachten muss! Es ist noch nicht einmal wirklich ein Geheimnis. Denn es geht nicht so sehr darum, was man macht, sondern darum, wie man es macht. Es geht also nicht um eine besondere Idee, sondern um die besondere Umsetzung.

Alle langfristig Erfolgreichen sind sich etwas bewusst, was ich in Ermangelung eines passenderen deutschen Wortes "Purpose" nenne. Die Bedeutung ist am passendsten als "Essenz" zu verstehen. Alle wirklich erfolgreichen Menschen, die ich kennenlernen durfte, wussten, was sie in ihrem Kern – in Ihrer Essenz – ausmachte. Sie lebten und agierten von innen nach außen. Vom Purpose aus zu arbeiten ist letztlich der grundsätzliche Schlüssel zum Erfolg! Leben Sie privat und unternehmerisch nach Ihrer "inner scorecard", wie Buffett es sagt, oder sind Ihre Werte fremdbestimmt? Ihr Purpose findet sich in Ihrer Arbeit wieder, ob sie es wollen oder nicht, denn Ihr Unternehmen ist letztlich ein Spiegel Ihres Wesens. Wenn sich alle im Unternehmen entsprechend dem eigenen Purpose einbringen können, wird große Energie freigesetzt.

Nun kann ich in einem Fachartikel Sie nicht zu Ihrem innersten Purpose führen (hierfür haben wir ein Coaching-Format entwickelt, das dieses Ziel in einem bis zwei Tagen erreicht), doch möchte ich Ihnen hier fünf entscheidende Aspekte des nachhaltigen überdurchschnittlichen Erfolgs darstellen: Die KNACK-Punkte.

K: Kommunikation

Das erste K steht für Kommunikation. Darunter verstehen wir viel mehr als nur "miteinander sprechen", denn Kommunikation umfasst mehr als nur Worte. Nicht nur, was wir sagen oder durch Gestik und Mimik ausdrücken, sondern das dahinter liegende Denken ist bedeutsam! Auf welchen Überzeugungen, auf welchen Paradigmen basiert Ihre Kommunikation? Welche Intention haben Sie selbst, und vermitteln Sie sie Ihrem Umfeld? Was sind Ihre tiefstliegendsten grundsätzlichen Axiome, auf denen sich alles weitere Denken und folglich Kommunizieren aufbaut? Wenn Sie daran glauben, dass die Welt ein Hort des Überflusses und der Möglichkeiten ist, werden Sie anders kommunizieren, als wenn Sie an eine Welt glauben, in der alles erkämpft wird.

Viele - wenn nicht alle - Verhaltensweisen sind ursächlich durch Kommunikation geprägt: Wie sprechen Ihre Mitarbeiter in der Kaffeepause über das Unternehmen, über die Geschäftsleitung? Welche Reibungsverluste gibt es im Unternehmen hinsichtlich Kommunikation? Sprechen wirklich alle die gleiche "Sprache"?

Machen Sie einmal Ihre Augen ganz weit auf. Ganz weit! Nun versuchen Sie aggressiv zu werden. Geht nicht! Offene Augen signalisieren Ihrem Körpersystem, dass es jetzt um das Sammeln von Informationen geht – gleichzeitig aggressiv sein, das geht nicht. Ihre Körperhaltung entscheidet mit darüber, was Sie denken und kommunizieren. Meist ist die Körperhaltung von Unternehmern dominierend; die Folgen für die Gesamtkommunikation können Sie sich vermutlich vorstellen.

N: Nagivation

Kommen wir zum nächsten Buchstaben: N steht für "Navigation". Wieder entscheiden Ihre grundlegenden Einstellungen und Axiome, also Ihr Inneres darüber, wie Sie navigieren oder besser, wie Sie sich und Ihr Unternehmen ausrichten. In Zeiten des Strukturwandels befinden wir uns nicht, wie der Wissenschaftler Prof. Kruse es sagt, in großen breiten Fahrwassern, sondern in Untiefen und müssen folglich anders navigieren.

Es ist zwar sehr wichtig, ob jemand "im Ausguck" sitzt und nach Untiefen Ausschau hält, aber es ist weniger entscheidend, inwiefern Sie sich an Marktgegebenheiten ausrichten, sondern welche langfristigen Visionen Sie fähig sind zu kreieren und zu transportieren.

Navigation ist die Ausrichtung an neuen grundsätzlichen Kriterien, es geht nicht um Best Practice, sondern um Next Practice! Spätestens dann, wenn eine Lebenszykluskurve eines Produkts oder Technologie in den Abschwung geht, gilt es einen Punkt zu finden, um sich abzukoppeln und eine neue Aufwärtsbewegung zu starten. Das bedeutet in der Regel aber auch einen Konventionsbruch. Wissen Sie, dass Nokia vor den Handys Regenstiefel produzierte?

Was heißt das für unser heutiges Geschäftsleben? Es wird immer schneller, kurzlebiger und damit immer schwerer vorhersehbar. Das erfordert zwar eine ständigen Kurskontroll, aber vor allem erfordert es den konsequenten Aufbruch zu neuen Horizonten, auch wenn diese oft noch ins Unbekannte führen. Navigation bedeutet also, sich nicht nur an volatilen Gegebenheiten ausrichten, quasi an den Lichtern am Ufer, sondern dem eigenen Nordstern zu folgen.

A: Akquise

Der Buchstabe A steht für "Akquise". Gemeinhin schnell nur mit "Kunden" verbunden, geht der Begriff aber deutlich darüber hinaus. Es geht um alles, was wir brauchen; das sind Mitarbeiter, Wissen, Materialien, Standorte, Investoren, alles! Wie bekommen Sie etwa die richtigen Mitarbeiter, die navigieren können, die also die Vision und den immateriellen Kern Ihres Unternehmens verstehen und mittragen? Akquise heißt also nicht nur "Wie bekomme ich mehr Kunden", sondern die konsequente Anlehnung an gemeinsame Grundwerte und Prinzipien beim Beziehungsaufbau. Dementsprechend müssen diese Fokussierungen auf einen gemeinsamen Nenner nicht nur bei Kunden stattfinden, sondern in einer Vielzahl anderer Zusammenhänge, etwa bei potentiellen Investoren, beim Kontakt mit Banken, bei der Suche nach Lieferanten und beim Aufbau von Kontakten zu neuen Geschäftspartnern.

Der Grundsatz dieses Verständnisses von "Akquise" ist also nicht eine Konzentration auf eine Funktion, sondern auf einen gemeinsamen "Spirit", eine gemeinsame Geisteshaltung. Akquise bedeutet nicht einfach nur Beschaffung, sondern das Generieren einer Umwelt für Ihr Unternehmen, welche durch gemeinsame Werte und Grundhaltungen getragen wird und deren Elemente sich gegenseitig stützen. Nur so entstehen langfristige Synergieeffekte.

C: Chancenwahrnehmung

Der nächste Buchstabe steht für "Chancenwahrnehmung". Viel zu leicht verrennt man sich bei der Begriffsdefinition in ein ständiges Schauen nach links und rechts und dem eifrigen Hinterherrennen nach jeder sich bietenden Gelegenheit. Mir geht es bei diesem Begriff vor allem um die Wahrnehmung überhaupt. Was nehmen wir wahr, was nehmen wir für wahr? Ihre persönliche Wahrnehmung entscheidet darüber, welche Chancen Sie überhaupt erkennen können! Nokia hatte ich schon erwähnt: Damals konnte das Unternehmen sich einen völlig neuen Bereich vorstellen und die Umsetzung vornehmen.

Dies wird aber umso schwieriger, je erfolgreicher ein Unternehmen wird, denn Erfolg kann eine vermeintliche Sicherheit schaffen. Wettbewerbsbeobachtung findet dann meist weniger statt und dann nur auf bekanntem Sektor. In diesem Sinne kann Erfolg blind machen und verhindern, dass wir Gefahren und damit auch Chancen erkennen. Unsere Wahrnehmung ist eng an unsere innersten Überzeugungen und Paradigmen gebunden. Nicht umsonst heißt es: "Wir glauben, was wir sehen und sehen was wir glauben". Ebenso spielt eine wichtige Rolle, wie viel Zeit wir uns eigentlich für eine intensive Wahrnehmung unserer Umstände und unserer Umwelt nehmen. Das gilt auch für das Geschäftsleben: Befindet man sich in einem ständigen Überlebenskampf, fehlt der Freiraum für Weiterentwicklung.

Das gilt nicht nur für die Führungsebene eines Unternehmens, sondern auch für die Freisetzung von Weiterentwicklungspotential in der Belegschaft. Befinden sich Mitarbeiter in Sorge um den Arbeitsplatz, in einer internen Konkurrenz oder sind gänzlich in bestimmten Arbeitsweisen verfestigt, ist kaum mit neuen Ideen zu rechnen. Wichtig: Über 90% aller Verbesserungsvorschläge kommen von Mitarbeitern, nicht vom Vorstand! Also passen Sie auch auf: Welche Überzeugungen haben Ihre Mitarbeiter? Welchen Freiraum haben sie, Chancen zu sehen, zu testen und umzusetzen? Die Mitarbeiter von Google sind per Arbeitsvertrag dazu angehalten, einen Teil ihrer Zeit mit etwas anderem als ihrem eigentlichen Aufgabengebiet zu verbringen. Dahinter steckt einmal mehr die Erkenntnis aus der Gehirnforschung, dass die besten und kreativsten Mitarbeiter diejenigen sind, die andere neurale Vernetzungen pflegen, sowie diejenigen, die über den Tellerrand hinausschauen dürfen, um andere geschäftliche Verknüpfungen zu realisieren.

K: Kompetenz

Kommen wir schließlich zur Kompetenz. In Zeiten, in denen Wissensmanagement und Fachkompetenz hoch gehalten werden, laufen wir schnell in eine Falle. Bedenken Sie den Spruch: "Wissen ist Macht, haste gedacht! Wissen ist wenig, Können ist König!" Wissen wird immer freier zugänglich, und der Erfolg kommt immer weniger aus dem Know-How, sondern vielmehr um ein Do-How. Wir leben in einer Fähigkeitskultur! Die berühmten hidden champions sind deshalb Marktführer, weil sie neben ihrem Know-How vor allem ein Do-How pflegen. Wir gehen in die Exzellenzkultur, wie Prof. Dueck es nennt, und der Weg dorthin führt über kreative Handlungskompetenz.

Das Wechselspiel macht den Unterschied – und den Erfolg!

Nun habe ich Ihnen alle Punkte in einer schönen linearen Reihenfolge des Begriffs genannt, doch sehen Sie es nicht nur in der Abfolge des KNACK! Es gibt ein starkes Wechselspiel zwischen allen Bereichen. Kommunikation beeinflusst zwar die Navigation, Akquise, Chancenwahrnehmung und Kultur, das ganze wirkt aber auch in umgekehrter Weise und untereinander. Akquise, beispielsweise in der Form, welche Mitarbeiter eingestellt werden, hat wiederum Auswirkungen darauf, wie navigiert und kommuniziert wird und welche Kompetenz im eigenen Haus verfügbar ist und somit welche Chancen wahrgenommen werden, und so weiter. Alles beeinflusst sich wechselseitig! Gibt es in ihrem Unternehmen jemanden, der dieses Wechselspiel im Auge hat, es dirigiert und daraus eine Erfolgsspirale nach oben zu generieren versteht? Gibt es einen diesbezüglichen "Kommunikations- und Kompetenzkulturverantwortlichen" in Ihrem Unternehmen?

Verstehen Sie Erfolg konsequent als "Die Folge von…", was ja schon im Wort Er-Folg ausgedrückt, aber oft übersehen wird. Bei nachhaltig überdurchschnittlich "folgenreichen Unternehmen" werden Sie immer wieder feststellen, dass konstruktiv die KNACK-Punkte unbewusst und bei den Besten bewusst "gepflegt" werden. Sie können es jetzt bewusst tun. Ich wünsche Ihnen KNACKigen Erfolg!

Ihr

Wolfgang Sonnenburg
www.wolfgangsonnenburg.com

Autorenvita:



Wolfgang Sonnenburg gilt in Europa als Vorausdenker und führende Persönlichkeit zum Thema Berufung. Schon als 15-jähriger Junge erkannte er, wie wichtig das Thema Sinn im Leben ist. Seitdem hat ihn die Frage, worum es im Leben wirklich wirklich geht, nie wieder losgelassen. In seiner über 40-jährigen Karriere als Jurist, Geschäftsführer einer Steuerberatungs-Gesellschaft, Unternehmer und Unternehmerberater ist ihm bewusst geworden, wie wichtig es für jeden ist, sein wahres Ich zu leben, um wirtschaftlich erfolgreich und emotional erfüllt zu sein.

Im Alter von 21 Jahren machte er während eines Praktikums bei einem führenden Elektrokonzern die erschreckende Erfahrung, dass die meisten Mitarbeiter ihrem Job frustriert nachgehen, an ihrer Berufung vorbei leben und ihr wahres Ich ignorieren. Ab diesem Zeitpunkt beschloss er, es anders zu machen. Dieses Schlüsselerlebnis brachte ihn dazu, seinen Weg immer konsequenter zu gehen, den wirtschaftlichen und emotionalen Erfolg zusammenzubringen und auszuleben. Ja, auch auf seinem Erfolgsweg gab es Höhen und Tiefen, aus denen er wesentliche Erkenntnisse zog, von denen heute seine Klienten besonders profitieren können. Daraus entwickelte er sein „originäres PurposeFinding,“ das mittlerweile zu einem seiner Markenzeichen geworden ist.

Das Herzstück seiner Philosophie sieht Wolfgang Sonnenburg darin, sich und andere zu ermutigen, den eigenen Platz im Leben einzunehmen. Erst das Zusammenspiel von Bildung, Gesundheit, Glück und finanzieller Sicherheit führt zu wahrem Wohlstand.

In Einzelberatungen, Seminaren und Vorträgen hat er in vielen Ländern weit mehr als 250.000 Menschen durch sein fundiertes Erfolgswissen und Unternehmer-Know-How inspiriert und ihnen mit seinem die Herzen berührenden Vortrags-Stil gezeigt, dass materielle und immaterielle Erfüllung sich nicht ausschließen, sondern ganz im Gegenteil essenziell zusammengehören. Aus seiner jahrzehntelangen Forschungsarbeit entstanden Bücher, Hörbücher, Audio-Coaching-Programme, Lehrgänge und Selbstentwicklungsprogramme, mit denen er Menschen zu mehr geschäftlichem Erfolg und mehr privatem Glück verhelfen will.

Der Winspiration Day

2003 rief Wolfgang Sonnenburg den Winspiration Day ins Leben: Den weltweiten Fokustag am 7. Mai, an dem Menschen sich auf ihr wahres Ich zurück besinnen und sich – mindestens – einen Tag lang ganz konsequent ihrem wahren Potenzial widmen sollen. Der Winspiration Day ist wie Valentinstag oder Weihnachten: Jeder hat die Möglichkeit, den Tag allein oder in Gemeinschaft zu feiern und ihn für sich zu nutzen.

Neben diesem persönlichen Aspekt hat die Winspiration Day Association zum Ziel, die Gesellschaft näher an den Human Development Index zu bringen. Während der vergangenen Jahre gelang es Wolfgang Sonnenburg immer wieder, weltweit anerkannte Persönlichkeiten für sein bahnbrechendes Projekt und seine zukunftweisende Idee zu gewinnen. Daraus entstanden in den letzten Jahren viel beachtete Interviews, beispielsweise mit Nobelpreisträger Muhammad Yunus.

Foto: © Sylke Gall

 

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